Refugees in Afghanistan caught between winter and war

As Germany claims Afghanistan is a safe country, deteriorating security is forcing people from their homes into harsh winter conditions. Aid organizations and the government seem unable to provide adequate assistance.

Afghanistan Flüchtlinge (DW/H. Sirat)

The year’s first snowfall has blanketed the Afghan capital Kabul, and while some people can enjoy the winter scenery, for refugees in the city, conditions have only become more miserable. Kabul’s tent cities and slums that provide emergency shelter to refugees, provide little defense against cold and moisture. There is also a lack of winter clothing and waterproof footwear, with many children wearing only sandals on otherwise bare feet. All of these factors are creating a high risk of infection.

“There are no hospitals here,” Khayr Mohammad, a refugee living with his family in a tent in east Kabul, told DW. Continue reading

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Winter setzt afghanischen Flüchtlingen zu

Der Kälteeinbruch bedroht das Leben vieler Flüchtlinge in Afghanistan. Innerhalb des Landes sind Millionen Menschen auf der Flucht. Eine humanitäre Krise, die durch den Winter noch verschärft wird.

Zum Thema Afghanistan - Die deutschen Entwicklungshelfer bleiben (picture-alliance/AP)

Der erste Schnee ist in der afghanischen Hauptstadt Kabul gefallen. Was für viele Bewohner ein freudiges Ereignis ist, ist für andere ein weiteres Übel. Die Zeltstädte und Slums mit den notdürftigen Behausungen der Flüchtlinge sind nicht geeignet, um Kälte und Feuchtigkeit abzuwehren. Auch fehlt es an passender Winterkleidung oder an wetterfesten Schuhen. Das erhöht die Gefahr von Infektionen. Viele Kinder tragen nur Schlappen an den sonst nackten Füßen.

“Es gibt hier keine Krankenhäuser”, beklagt sich Khayr Mohammad, der mit seiner Familie in einem Zelt im Osten der Hauptstadt lebt. Sie sind aus der Provinz Baghlan vor den Taliban geflohen. “Wir müssen weite Strecken zurücklegen, um Medizin für unsere Kinder zu bekommen und gehen deshalb nachts los. Aber die ist teuer. Wir sind also gezwungen Geld zu leihen, um unseren Kindern zu helfen.” Khayr Mohammad fürchtet, dass seine Kinder den Winter nicht überleben. Continue reading

Taliban wollen zivile Projekte unterstützen

Die Taliban wollen jetzt angeblich bei der friedlichen Entwicklung Afghanistans durch die Unterstützung großer Infrastruktur- und Bergbauprojekte mitwirken, so beim Kupferabbau in Kooperation mit China.

Ankunft eines chinesischen Güterzuges aus China in Hairatan (Foto: DW/H. Safi)

Wollen ausgerechnet die Taliban jetzt in Afghanistan große, regionale Infrastrukturprojekte zum Wohle des Landes unterstützen? Das haben die Extremisten jedenfalls in einer Erklärung angekündigt, die einen Tag nach der Einweihung einer Eisenbahnlinie zwischen Afghanistan und Turkmenistan veröffentlicht wurde. Es würde im Widerspruch zu ihrer bisherigen Praxis stehen. Allein in den vergangenen drei Monaten haben sie Brücken und andere Verkehrseinrichtungen im Wert von mehreren Millionen US-Dollar zerstört, wie die Regierung in Kabul in einer ersten Reaktion sagte. Immerhin hat sie die Ankündigung der Taliban nicht rundheraus zurückgewiesen: Man wolle abwarten, ob die Extremisten ihre Worten Taten folgen lassen, sagte Präsidentensprecher Shah Hussain Murtazawi. Continue reading

Energy project divides Afghan society

The TUTAP project aimed to unite the country’s power lines, but instead caused a split down ethnic lines. A change in plan, which bypasses an underdeveloped province, has sparked mass protests by the Hazara minority.

Afghanistan Kabul Proteste gegen Verlegung einer Stromleitung

Tens of thousands of people took to the streets of Kabul on Monday to protest the Afghan government’s reroute of the TUTAP transnational electricity project. Most belong to the predominantly Shiite Hazara ethnic group, an impoverished minority that has been repressed throughout the country’s history. Carrying lanterns, they demanded electricity for the province of Bamyan.

“The population wants justice,” Ali Kawa, one of the protestors, told DW. “Justice means that the possibilities and resources of this land will be distributed to all, regardless of one’s background or religion.” Continue reading

Treffen in Kabul sondiert Friedensgespräche

Zum vierten Mal treffen sich Vertreter Pakistans, Afghanistans, der USA und Chinas, diesmal in Kabul, um nach Wegen zu suchen, die Taliban zu Friedensgesprächen zu bewegen. Aber noch schwören die wenigsten der Gewalt ab.

Taliban in Afghanistan (Foto: Getty Images)

Bei seiner Rede am Nationalfeiertag und zum Gedenken an den Abzug der sowjetischen Truppen am 14. Februar hatte Präsident Ashraf Ghani die islamistischen Taliban einmal mehr dazu aufgerufen, sich den Friedensbemühungen anzuschließen. “Ein weiteres Mal wende ich mich an die Taliban mit der Forderung, sie mögen in Gottes Namen, um des Volkes Willen und die Bemühungen der Mujaheddin-Führer respektierend, den Ruf des Friedens bejahen”, so Ashraf Ghani, der noch nicht müde geworden ist, an eine politische Lösung zu glauben. Continue reading

Klare Worte von Islamabad gefordert

Noch im Mai sah es nach einem neuen Kapitel in den schwer belasteten Beziehungen zwischen Afghanistan und Pakistan aus. Die jüngste Anschlagsserie der Taliban hat das vorerst beendet.

Pakistans Premier Sharif mit afghanischem Präsidenten Ghani in Kabul im Mai (Foto: Reuters)

Nach einer Serie von Bombenanschlägen in Kabul mit über 50 Toten und Hunderten Verletzten am vergangenen Freitag und weiteren Anschlägen in mehreren Provinzen Afghanistans, sieht es für die Zukunft der sogenannten “Friedensgespräche” mit den Taliban düster aus. Das gilt damit auch für die Aussichten einer Stabilisierung Afghanistans und dem gemeinsamen Ansatz mit Pakistan, die Aufstandsbewegung einzudämmen.

Am Donnerstag hat sich eine hochrangige Delegation der afghanischen Regierung mit den Chefs der Ressorts Äußeres, Verteidigung und Sicherheit auf den Weg nach Islamabad gemacht. Die dortige Führung soll bei den eintägigen Gesprächen zu “konkreten Maßnahmen” gegen die Taliban aufgefordert werden, hieß es von Seiten Kabuls. Continue reading

Can the high-level talks lead to peace in Afghanistan?

Masood Saifullah, Waslat Hasrat-Nazimi

Afghan officials and Taliban representatives have met in Islamabad for talks. But experts say such negotiations can only lead to peace if those involved are recognized by the Taliban leadership.

Taliban Kämpfer Symbolbild

An Afghan government delegation met with Taliban representatives on Tuesday, July 8, in Pakistan following a series of informal talks between the two warring sides in various countries. The meeting, held at Muree – a hilly resort near Pakistani capital, Islamabad – is not an official start of peace negotiations but it is the first time such an encounter has been confirmed by the Afghan, Pakistani and US governments. Continue reading

Interview: “Konzession an Pakistans Militär”

Die afghanischen Taliban haben den Anschlag ihrer pakistanischen Namensbrüder auf eine Schule in Peschawar verurteilt. Warum, erklärt Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network im DW-Interview.

Thomas Ruttig, deutscher Afghanistan-Experte (Foto:AAN)

DW: Herr Ruttig, wenige Stunden nach dem Angriff der pakistanischen Taliban auf eine Militärschule in Peshawar meldeten sich die Taliban aus Afghanistan zu Wort und verurteilten die Tötung von unschuldigen Kindern. Warum tun sie das?

Thomas Ruttig: Wenn sie diesen Angriff auf die Schule in Peshawar verurteilen, verurteilen sie ja auch einen Angriff auf Strukturen des pakistanischen Militärs von dem sie weiterhin unterstützt werden, auch wenn das pakistanische Militär das abstreitet. Ich glaube deshalb, dass diese Verurteilung im Grunde eine Konzession an das pakistanische Militär ist. Continue reading

Ties with Pakistan under a new Afghan president

Waslat Hasrat-Nazimi / Shamil Shams

Security analysts believe Afghan-Pakistani ties are crucial for peace and stability in the region. But will Kabul’s relations with Islamabad improve or deteriorate after a new Afghan president takes charge?

Afghan presidential candidates Ashraf Ghani (L) and Dr. Abdullah Abdullah take part in a debate at 1 TV in Kabul, Afghanistan, 08 February 2014 (Photo: EPA/S. SABAWOON)

Afghan presidential elections are set to go to a run-off after none of the leading candidates received over 50 percent of the votes. According to the preliminary results, former foreign minister Abdullah Abdullah is in the lead so far with 44.9 percent. His opponent and former World Bank economist, Ashraf Ghani Ahmadzai, received 31.5 percent of the votes in the historic April 5 elections.

It is still unclear who will be the next Afghan president. What is also not clear is how the two candidates want to see their country’s ties with Pakistan and the Taliban, who, according to many analysts, receive Islamabad’s backing.

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